KI Ende 2025 - Wo stehen wir wirklich?

Wenn man auf die letzten drei Jahre zurückblickt, wirkt es fast surreal, wie schnell sich alles verändert hat. Als ChatGPT Ende 2022 die große Bühne betrat, war das für viele der erste direkte Kontakt mit generativer KI. Die einen experimentierten begeistert. Die anderen winkten ab. Und wieder andere malten düstere Zukunftsszenarien. Nur eines konnte niemand: die Entwicklung aufhalten.

Heute, Ende 2025, ist KI in der Mitte der technischen Welt angekommen. Ob Microsoft Office, Adobe Creative Cloud oder zahllose Start-ups, nahezu jede Software, die etwas auf sich hält, hat inzwischen irgendeine Form von KI integriert. Manchmal wirkt es fast so, als wäre ein Produkt ohne KI schon automatisch ein Auslaufmodell.

3 Jahre sind ins Land gegangen seitdem ChatGPT zum ersten Mal die weltweite Öffentlichkeit direkt mit KI konfrontiert hat. Man konnte probieren und staunen, oder es ablehnen und verteufeln, aber aufhalten konnte man es nicht. Inzwischen sind unzählige Start-ups oder auch bekannte Unternehmen dabei, KI-Anwendungen zu entwickeln bzw. in ihre vorhandene Softwarearchitektur zu integrieren (Microsoft Office oder Creative Suite von Adobe). Die verschiedenen Anwendungen zu listen, die mittlerweile durch KI neue Funktionen erhalten, ist fast unmöglich. Man hat fast das Gefühl, wenn KI nicht drin ist im Produkt, ist es zum Ladenhüter verdammt.

Die Schattenseite der neuen Leichtigkeit

Doch wo Licht ist, entsteht bekanntermaßen auch Schatten. Und der ist nicht gerade klein.

Wir leben in einer Zeit, in der KI massenhaft Songs produziert, die auf Spotify ungefiltert ausgespielt werden. Amazon verkauft KI-generierte Kinderbücher. Anzeigen, Social Posts, Videos, überall tauchen generierte Bilder auf. Und Instagram ist voll von Clips, die aussehen wie echte Reiseaufnahmen, aber aus dem Nichts erzeugt wurden.

Das Problem: Diese Inhalte sind häufig seelenlos. Schnell hingeworfen. Ohne kreative Idee. Ohne menschliche Handschrift. Genau deshalb hat sich dafür inzwischen ein Begriff etabliert: AI Slop, also KI-Müll in Text, Bild oder Videoform. Erkennbar an dünnem Informationsgehalt und vorhersehbaren Mustern.

Interessanterweise werden Menschen immer besser darin, diese Inhalte zu erkennen. Selbst hyperrealistische Darstellungen wirken oft… irgendwie falsch. Als würde etwas fehlen. Und genau das tut es - die Menschlichkeit.

Der Wendepunkt: Die Plattformen reagieren 2025 sieht man deutlich, dass eine Phase der Korrektur eingesetzt hat. Große Plattformen wie TikTok, Meta und Google haben ihre Traffic-Daten ausgewertet und einige unbequeme Wahrheiten festgestellt:

  • 32 % der Nutzer*innen glauben, dass KI echte Kreative verdrängt. Im Vorjahr waren es nur 18 %
  • TikTok hat still und leise KI-Limiter eingeführt, weil die Reichweiten eingebrochen sind
  • KI-Spam drückt das Engagement nach unten
  • Kreative verlassen Plattformen, wenn sie gegen KI-Massenproduktion chancenlos sind. Und genau davor haben die Plattformen Angst - vor dem Verlust der Menschen, nicht vor der KI.

KI kann unbegrenzt Videos, unbegrenzt Posts oder Content produzieren. Aber was passiert, wenn alles gleich aussieht?

Denn was passiert, wenn alles gleich aussieht?
Die durchschnittliche Wiedergabedauer sinkt.
Die Bindung bröckelt.
Die Umsätze gehen runter.
Der Algorithmus mag es nicht, wenn Dinge gleich aussehen.

KI erzeugt unbegrenzt Content, aber keinen kulturellen Wert. Und keine echten Trends. Kreativität wird erst dann wertvoll, wenn sie knapp ist. Und Knappheit gibt es nur bei Menschen.

KI Ende 2025 - Wo stehen wir wirklich?

Wenn man auf die letzten drei Jahre zurückblickt, wirkt es fast surreal, wie schnell sich alles verändert hat. Als ChatGPT Ende 2022 die große Bühne betrat, war das für viele der erste direkte Kontakt mit generativer KI. Die einen experimentierten begeistert. Die anderen winkten ab. Und wieder andere malten düstere Zukunftsszenarien. Nur eines konnte niemand: die Entwicklung aufhalten.

Heute, Ende 2025, ist KI in der Mitte der technischen Welt angekommen. Ob Microsoft Office, Adobe Creative Cloud oder zahllose Start-ups, nahezu jede Software, die etwas auf sich hält, hat inzwischen irgendeine Form von KI integriert. Manchmal wirkt es fast so, als wäre ein Produkt ohne KI schon automatisch ein Auslaufmodell.

Vom Hyper-Wettbewerb zur Konsolidierungt

Die letzten zwölf Monate haben gezeigt, was passiert, wenn Content ohne Kosten und ohne Grenzen entsteht. Es entsteht Einheitsbrei. Die Plattformen haben nach und nach realisiert, dass KI zwar liefern kann, aber keine Communities baut. Und erst recht keine Kultur.

Deshalb erleben wir jetzt die nächste Phase. Eine Art Gegenbewegung. KI bleibt, aber ihre Rolle verändert sich.

KI ist ein Werkzeug. kein Künstler.
KI kann Content erzeugen, aber keine Kultur schaffen.


Und das verstehen Unternehmen, Marken und Plattformen zunehmend.

Der Blick nach vorne

Die spannendste Frage ist: was bedeutet das für uns?
Wenn man den Bogen etwas größer zieht und zurückblickt, sieht man ein Muster: Computer. Internet. Digitalisierung. All das hat uns zunächst verunsichert. All das hat unsere Arbeitswelt verändert. Und doch hat sich jedes dieser Werkzeuge am Ende auch in unseren Alltag eingepasst.

Genauso wird es mit KI laufen.

Sie wird bleiben.
Sie wird uns Arbeit abnehmen.
Sie wird uns schneller machen.
Vielleicht sogar besser.

Sie wird uns fordern. Aber sie wird uns nicht ersetzen.

Der entscheidende Punkt ist und bleibt: Wir sitzen am Steuer.
Und solange das so bleibt, sollten wir KI verantwortungsvoll, bewusst und mit einem klaren Ziel einsetzen.

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